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Möge die Macht mit dir sein

Eben kommt mir der Begriff „In schā’a llāh“ in den Sinn, und bedeutet wohl, im Besten Sinne:  „Ohne Gottes Wille vermag der Mensch nichts“ JA, möge die Macht mit dir sein, und du mit der Macht…denn oft wird der Ausspruch In schā’a llāh dafür benutzt,  Gott einen guten Mann sein zu lassen und mal zu schauen ob dann irgendwann mal was passiert

Jeder der an „Spiritualität“ interessiert ist akzeptiert in einem gewissen Sinne und sagt dir, das  alles  Eins ist. Gehen wir von der Aussage aus, das alles Eins ist (oder präziser Nicht-zwei ist), dann kann da nur BEWUSSTSEIN sein, durch das alles geschieht – doch nun dem Glauben, dem Konzept zu unterliegen , das alles eins ist, das keiner da ist der etwas tun könnte und somit jede Handlung zu unterlassen – nur ein weiteres mentales Konzept, was sich im Verstand eingenistet hat, anstatt mit dem ganzen Bullshit Schluß zu machen… „In schā’a llāh“

Das interessante, wenn doch offensichtlich ist das es nur BEWUSSTSEIN gibt, durch das alles geschieht, dann ist das doch wohl immer schon und in allem der Fall, inklusive der Ich-Idee – die sich jetzt ablösen kann, so Gott will. Sich dem -in allem- anzuvertrauen, und einfach weiter zu leben, erweitertert den Spielraum, den Erlebensraum, das LEBEN darf in seinem Rhythmus tanzen und DU erkennst dass du-es-bist; weil die begrenzte Ich-Vorstellung darin langsam aber sicher zerbröckelt, die Bindung an Schuld, Stolz, „ich und mein Leben“ erlöschen. „Schuld“ kann erscheinen, wenn etwas dumm gelaufen ist aber eher als betoffenSein, berührtSein, liebendes Mitgefühl. „Stolz“ wenn etwas „gut“ läuft, maximal leidenschaftslose Freude….

…heut Mittag spontan in die Tasten getippt: mein Sohn fragt mich am Sonntag: “was wäre wenn die Wirklichkeit ein schwarzes Loch wäre”, ” …das ist eine Perspektive, die Wirklichkeit zu sehen, und mich hat dies schwarze Loch verschuckt” “…aber ich sehe dich doch” “…ja, so ist es, keine Frage; doch das was ich “ich” genannt habe ist darin verschwunden;-)”

Jeder hat dies natürliche Wissen was Ich-losigkeit ist – eben dann wenn du einfach bist, ohne Gedanken „über dich“ und „die Welt“. Du bist, ungeteilt einfach hier. Es ist so simpel und so offensichtlich das es leicht übersehen wird. Und ob der Ich-Knoten in einem Schwarzen Loch, oder sonst wo verschwunden ist oder nicht, nicht von großer Bedeutung.

Phänomenales Leben ist so wie es ist. Ein Ich-Gedanke erscheint von Zeit zu Zeit, Identifikation geschieht oder auch nicht – eine normale Sache…

Wer ist davon substanziell betroffen? DIES was ungeteilt anwesend ist sicher nicht…

DIES als seine unveränderliche Natur (oder Gott) zu erkennen, und sich dem hinzuwenden – sich dem hinzugeben auch wenn alles immer schon hingeben ist – ist die ebendige Erfahrung, in dies Wissen und die Freiheit das „nur Gottes Wille geschieht“ und eben nicht nur ein schwelgen in konzeptuellen Gebäuden und romantischen Bildern über Gott, das Sein, Ichlosigkeit und Erwachen…

Erinnere mich gerade an ein Satsang-Gespräch mit einem Geschäftsmann, der beruflich viel auf die Beine gestellt hat. Wir hatten ein Gespräch was von einem lebendiges Interesse  getragen war. An einem Punkt des Gespräches sagte er: „Ich kann doch gar nichts für das Erwachen tun“ und ich erwiderte: wie in deinem Geschäftsleben, weder kannst du tun noch lassen. Du hast zwei Firmen, du hast nebenbei unglaublich viel Energie darein investiert und jetzt ist dein Geschäft ein Selbstläufer. Hätte dir in jungen Jahren dein Handwerksmeister gesagt du kannst nichts machen, und du hättest es akzeptiert, nichts wäre passiert. DAS was du bist muß  auf alles „anwendbar“ sein ohne Konzetuelle-Schubladen zu erzeugen…

…noch eine kleine Geschichte

„In Kainchi erzählte uns einmal eine der Frauen aus dem Westen, die außerhalb des Ashrams wohnte, dass in ihrer gemieteten Wohnung eingebrochen worden war und man ihr einige Sachen gestohlen hatte. Maharaj-ji ließ daraufhin eine lange, heftige Rede vom Stapel, die wie folgt übersetzt wurde: „Maharaj meint, warum schließt du deine Tür nicht ab?“ Einige Zuhörer aus dem Westen, die ganz gut Hindi verstanden, meinten, tatsächlich habe er gesagt: „Diese dummen Arschlöcher von Schwestern lassen ihre Türen für jeden herumsträunenden Dieb offen!“ (aus: be love now – der weg des herzens, von ram dass und rameshwar das, Kamphausen Verlag)

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