Meditation · Selbsterforschung · Stille

Verstehen

13.Die am meisten auflösende Meditationsform ist das Verständnis, der direkte Weg, der ins Zentrum des Seins führt. Verständnis bedeutet die Wahrheit bei sich zu haben. Wer versteht erzeugt Identität mit dem Wirklichen.

14.Verstehen bedeutet, sich aller unterbewusstser Inhalte und aller Kristallisierungen des Kollektiven Unterbewussten vollständig zu entledigen.

Verstehen bedeutet tiefe Achtsamkeit, ruhiges Denken und Intensität der Wahrnehmung ohne Überlagerungen.

15.Verstehen bedeutet, das gesamte Bewusstsein mit der enthüllten Wahrheit zu durchdringen, und das zieht eine Katharsis nach sich. Das wahre Verständnis ist nicht sinnlicher Ordnung. Eine Gegebenheit intellektuell zu erfassen ist etwas anderes, als sie zu verstehen. Im Verstehen ist aktive Handlung des Bewusstseins, aufsteigendes Feuer, Synthese und Beherrschung des „inneren Hörens“.

(aus Raphael, Der Dreifache Feuerweg, Kapitel Meditation 13, 14, 15)

 

-fire-

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Ein Mensch, ist ein Mensch

…du kannst deiner Geschichte nicht entgehen, weil DU-es-bist

aber es kann festgestellt werden da niemand drin ist

Vor einiger Zeit nannte mich jemand MEISTER. Das ist mir glaub ich noch nie passiert, und ist auch nicht in meinem Sinnen…

 

Doch, einer nennt mich Meister, und das darf er auch, WARUM ER? …und andere nicht. Ganz einfach, weil er weder weiß, wer er ist, geschweige denn wer ich bin und auch keine Antwort dazu gebraucht wird. Da ist Meister dann ein großer Spaß – ansonsten ist es die unüberwindbare Distanz.

 

Niemand kann zu einem Meister werden. Wenn dann ist ES ist immer die totale Abwesenheit von dir,  als Beschreibung – die DIES HIER IST…

 

Naja, ich könnte es ja einfach akzeptieren, oder mich drin baden, das man mich Meister nennt. Neee, wenn dies Männlein HIER Dinge als unakzeptable auffasst werden sie nicht spiritualisert oder zum selbstzweck benutzt. Für mich ist das ganz simpel ein MENSCH, ist ein MENSCH, egal wie er ist. Und was hier im Satsang stattfindet ist un-vollkommen Mensch zu sein  und sich TOTAL zu erfassen, als DAS was du bist, …

Hier wird halt Gesessen und Geschaut-was-ist –  und das Leben darf gelebt werden – wie auch immer, am besten aus dieser Vollständigkeit und Freiheit, deiner Natur.

Spiele die hier keinen Sinn machen, Extra-Runden im Mind zu drehen, an Storyś, Erkenntnissen und Erwachen von vorgestern  zu „glauben“ und so nur den mentalen Scheißhaufen weiter vollzukacken, anstatt das ganze Wissen aus zweiter Hand abbrennen zu lassen. Wie war das noch „Angekettet an dies Brennende Haus, entzünde ich selbst die Flammen“ (Bankai)   Das ist nix dramatisches;-))),

Einfach all die Meinungen lassen, still sein und lieben – damit bist du schon mitten… Selbst „im brennenden Haus “ kann die Schönheit DESSEN entdeckt werden, und zugleich gesehen das es keinen Sehenden gibt. Vielleicht ist das die beständige Übung, der Nicht-Übung, ich habe keine Ahnung. Mit „ich habe keine Ahnung“, haben die letzten Monate oft die Talks begonnen. Vielleicht weil kein „Konzept“ hält was es verspricht und die direkte Einsicht einfach im Durchdringen der Unmittelbaren Erfahrung passiert – Verstand, Gefühle, Körper, Bewusstsein werden in der direkten Erfahrung durchdrungen…. ES wird einfach gesehen, als das was du bist

Die kleine Dreckkiste in der „du“ sitz wird gesprengt – und Freiheit wird vorgefunden, die Ganzheit ist – wer hat das denn noch nicht gesehen, klar, es ist offensichtlich, …

und ja, das wirbelt Staub auf wenn die „kleine Dreckkiste“ gesprengt wird. Doch in der lebendigen Stille des  HIER-seins, kann der Staub sich verziehen und DAS bekommt Raum, …

 

Scheiß Meister, ich hatte Gott sei dank keinen oder war es der der sagte: „Auch ich bin es nicht…“, is mir völlig Wurscht. Ja das kann ein „Werkzeug“ sein, als Meister dazusitzen, meine „Werkzeuge“ sind die direkte Einsicht, trunkene Nüchternheit,-) liebende Stille, Angst und Zweifel, also nennt mich bitte nicht Meister,  Ronny ist doch ganz simpel;-)

…oder was auch noch geht : „Rameshwara, würdest du mich bitte segnen“ hehehehe…. (siehe DAS HIER, Seite 258)

 

huineng

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Möge die Macht mit dir sein

Eben kommt mir der Begriff „In schā’a llāh“ in den Sinn, und bedeutet wohl, im Besten Sinne:  „Ohne Gottes Wille vermag der Mensch nichts“ JA, möge die Macht mit dir sein, und du mit der Macht…denn oft wird der Ausspruch In schā’a llāh dafür benutzt,  Gott einen guten Mann sein zu lassen und mal zu schauen ob dann irgendwann mal was passiert

Jeder der an „Spiritualität“ interessiert ist akzeptiert in einem gewissen Sinne und sagt dir, das  alles  Eins ist. Gehen wir von der Aussage aus, das alles Eins ist (oder präziser Nicht-zwei ist), dann kann da nur BEWUSSTSEIN sein, durch das alles geschieht – doch nun dem Glauben, dem Konzept zu unterliegen , das alles eins ist, das keiner da ist der etwas tun könnte und somit jede Handlung zu unterlassen – nur ein weiteres mentales Konzept, was sich im Verstand eingenistet hat, anstatt mit dem ganzen Bullshit Schluß zu machen… „In schā’a llāh“

Das interessante, wenn doch offensichtlich ist das es nur BEWUSSTSEIN gibt, durch das alles geschieht, dann ist das doch wohl immer schon und in allem der Fall, inklusive der Ich-Idee – die sich jetzt ablösen kann, so Gott will. Sich dem -in allem- anzuvertrauen, und einfach weiter zu leben, erweitertert den Spielraum, den Erlebensraum, das LEBEN darf in seinem Rhythmus tanzen und DU erkennst dass du-es-bist; weil die begrenzte Ich-Vorstellung darin langsam aber sicher zerbröckelt, die Bindung an Schuld, Stolz, „ich und mein Leben“ erlöschen. „Schuld“ kann erscheinen, wenn etwas dumm gelaufen ist aber eher als betoffenSein, berührtSein, liebendes Mitgefühl. „Stolz“ wenn etwas „gut“ läuft, maximal leidenschaftslose Freude….

…heut Mittag spontan in die Tasten getippt: mein Sohn fragt mich am Sonntag: “was wäre wenn die Wirklichkeit ein schwarzes Loch wäre”, ” …das ist eine Perspektive, die Wirklichkeit zu sehen, und mich hat dies schwarze Loch verschuckt” “…aber ich sehe dich doch” “…ja, so ist es, keine Frage; doch das was ich “ich” genannt habe ist darin verschwunden;-)”

Jeder hat dies natürliche Wissen was Ich-losigkeit ist – eben dann wenn du einfach bist, ohne Gedanken „über dich“ und „die Welt“. Du bist, ungeteilt einfach hier. Es ist so simpel und so offensichtlich das es leicht übersehen wird. Und ob der Ich-Knoten in einem Schwarzen Loch, oder sonst wo verschwunden ist oder nicht, nicht von großer Bedeutung.

Phänomenales Leben ist so wie es ist. Ein Ich-Gedanke erscheint von Zeit zu Zeit, Identifikation geschieht oder auch nicht – eine normale Sache…

Wer ist davon substanziell betroffen? DIES was ungeteilt anwesend ist sicher nicht…

DIES als seine unveränderliche Natur (oder Gott) zu erkennen, und sich dem hinzuwenden – sich dem hinzugeben auch wenn alles immer schon hingeben ist – ist die ebendige Erfahrung, in dies Wissen und die Freiheit das „nur Gottes Wille geschieht“ und eben nicht nur ein schwelgen in konzeptuellen Gebäuden und romantischen Bildern über Gott, das Sein, Ichlosigkeit und Erwachen…

Erinnere mich gerade an ein Satsang-Gespräch mit einem Geschäftsmann, der beruflich viel auf die Beine gestellt hat. Wir hatten ein Gespräch was von einem lebendiges Interesse  getragen war. An einem Punkt des Gespräches sagte er: „Ich kann doch gar nichts für das Erwachen tun“ und ich erwiderte: wie in deinem Geschäftsleben, weder kannst du tun noch lassen. Du hast zwei Firmen, du hast nebenbei unglaublich viel Energie darein investiert und jetzt ist dein Geschäft ein Selbstläufer. Hätte dir in jungen Jahren dein Handwerksmeister gesagt du kannst nichts machen, und du hättest es akzeptiert, nichts wäre passiert. DAS was du bist muß  auf alles „anwendbar“ sein ohne Konzetuelle-Schubladen zu erzeugen…

…noch eine kleine Geschichte

„In Kainchi erzählte uns einmal eine der Frauen aus dem Westen, die außerhalb des Ashrams wohnte, dass in ihrer gemieteten Wohnung eingebrochen worden war und man ihr einige Sachen gestohlen hatte. Maharaj-ji ließ daraufhin eine lange, heftige Rede vom Stapel, die wie folgt übersetzt wurde: „Maharaj meint, warum schließt du deine Tür nicht ab?“ Einige Zuhörer aus dem Westen, die ganz gut Hindi verstanden, meinten, tatsächlich habe er gesagt: „Diese dummen Arschlöcher von Schwestern lassen ihre Türen für jeden herumsträunenden Dieb offen!“ (aus: be love now – der weg des herzens, von ram dass und rameshwar das, Kamphausen Verlag)